Jeden Montag spaziere ich zu einem Briefkasten an der Spree. Darin finde ich einen Brief mit einer Aufgabe: „Welche Worte stehen diesem Winter besonders gut?“, „Was stellen wir mit dieser neuen Männlichkeit an?“, oder „Schreibe ein Kinderlied über die Angst vor lauten Küchengeräten.“
Dann habe ich eine Woche Zeit, meine Antwort zu formulieren, auszudrucken, tackern, lochen und abzuheften, bevor ich sie wieder in den Briefkasten lege. Dort wartet dann ein Bündel Geldscheine auf mich. An manchen Tagen auch zwei, wenn mein Vorschlag der letzten Woche einen intransparenten Wettbewerb gewonnen hat.