elchgeweih.de

[fach]blog [für [m[einen]] [all]tag]

18.08.2017

Hier wurde mal revolutionäres Theater für die Weltrevolution gemacht und als es ein Lichtspielhaus war aus dem Hof Verbrecher beobachtet. Heute gibt es hier manchmal Russendisko. Und wo wir bei den Russen sind. Dieses russische Restaurant ist nach einem Kriegsschiff aus einem Film benannt, der hier um die Ecke in einem vor vielen Jahren abgebrannten Kino seine Premiere hatte.

17.08.2017

Ich hatte es mit der Weckvorrichtung Aufstehversicherung etwas übertrieben. Der Schrecken saß mir als ein leichter Grusel noch eine ganze Weile im Nacken und weil die Sonne noch nicht aufgegangen war, lag zwischen mir und der Kaffeemaschine eine dunkle, fremde Wohnung.

 

16.08.2017

[…] Glauben Sie nicht, die Antisemiten würden sich über die Absurdität dieser Antworten etwas vormachen. Sie wissen, daß ihre Reden oberflächlich und fragwürdig sind; doch darüber lachen sie, ihrem Gegner obliegt die Pflicht, die Wörter in ernster Weise zu verwenden, da er an die Macht des Wortes glaubt; sie haben das Recht zu spielen. Sie spielen sogar gern mit dem Diskurs, denn indem sie lächerliche Gründe nennen, diskreditieren sie den Ernst ihres Gesprächspartners; sie sind genußvoll unaufrichtig, denn ihnen geht es nicht darum, durch gute Argumente zu überzeugen, sondern einzuschüchtern oder irrezuleiten. Wenn Sie sie zu heftig bedrängen, verschließen sie sich und geben Ihnen von oben herab zu verstehen, die Zeit des Argumentierens sei vorüber; nicht, daß sie Angst hätten, überzeugt zu werden: sie fürchten nur, lächerlich zu erscheinen oder einen schlechten Eindruck auf einen Dritten zu machen, den sie in ihr Lager ziehen wollen. […]

Jean Paul Sartre: Überlegungen zur Judenfrage (1994)

15.08.2017

Zwischen Sittlichkeit und Toleranz-Paradoxon die Frage:

Vielleicht verbringe ich zu viel Zeit mit dem Versuch zu begreifen und zu wenig damit zu verhindern, dass die Platte – die nicht auf dem Plattenspieler X gespielt werden kann  – den Apparat zerstört?

14.08.2017

Ich habe mich immer gefragt, wie Füße irgendwann so aussehen können wie die meines Vaters. Ob es da eine Abzweigung gibt, die man nicht verpassen darf. Heute betrachte ich meine Zehen, denke an den letzten Sommer zurück und verstehe das mit dem Erwachsen werden plötzlich besser. Hornhaut ist mehr als eine Metapher.

13.08.2017

d14: Kuratoren-Kunst(?)

Museum für Sepulkralkultur
Grimmwelt Kassel und Weinberg-Terrassen
Neue Galerie

 

12.08.2017

d14: Postkolonialismus-Kunst(?)

Naturkundemuseum im Otteneum
Ehemaliger unterirdischer Bahnhof
Neue Neue Galerie
Stadtmuseum Kassel