elchgeweih.de

[fach]blog [für [m[einen]] [all]tag]

14.12.2017

Kurz nach Maurice und knapp vor der Weihnachtspause reicht mir die Asiatin im kleinen Café den vierten Kaffee über die Theke und flüstert: “Dies ist keine Tasse!” – Trotzdem finde ich sie schön. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Geschirr das richtige Geschenk ist.

Michel will seinen schwarz und ohne Zucker, John mit Sojamilch und René wie ich, mit einem kleinen Schuss. Als ich zurück zum Stehtisch komme, hat das Seminar bereits begonnen und alle machen Selfies für Jacques.

13.12.2017

Porombka fragt: “Was machen die Dinge auf Ihrem Schreibtisch eigentlich mit Ihnen? Beschreiben Sie zehn Stück.”

Und ich antworte: “Die Dinge? Sie meinen den Bleistift, die Briefe, den Füller, die Kaffeetasse, den Kalender, den Laptop, die Laptophülle, das Notizbuch, den Ringordner und den Füller?”

“Ja, die.”

“Die warten.”

12.12.2017

Zum Saltimbocca servieren wir Irrationalitäten und Reflektionsschleifen.

Aber könnten wir das nicht auch in der Blockchain implementieren?

Nein.

11.12.2017

single.php

<div class=”glutamat”>
<div class=”nudeln”> <?php previous_post_link(); ?> </div>
<div class=”ente”> <?php next_post_link(); ?> </div>
</div><!– .glutamat –>

10.12.2017

Manifesto (2016)

Danke Cate. Jetzt hätte ich aber gerne noch eine etwas kürzere Fassung, nur mit den Manifesten frontal in die Kamera gesprochen und mit kleinen eingeblendeten bibliographischen Angaben zu jedem Satz. Oder gleich eine Mehrkanalinstallation, wo man dann auch noch Bildbeispiele zeigt. Oder halt das verpasste “Original”. Verdammt.

09.12.2017

Eine Biobäckerei im Wedding. Oder was auch immer Bio vor >20 Jahren mal bedeutet haben mag. Seitdem hat sich hier nicht viel verändert. Einrichtung und Sortiment sind schlicht und irritierend abgestaubt. Auf einem Regalbrett stehen zwei Gläser Honig. Es gibt keine Croissants, aber dafür drei Sorten Streuselkuchen. Die Bäckereifachverkäuferin sieht aus, als hätte sie ihr ganzes Leben Kette geraucht. Ihre Haut ist so genau fahl so wie das verblassende Schild über dem Schaufenster und ihr Kittel. Alles Ocker. Auch die Brote. Die Tüten sind aus dem gleichen schweren Papier wie beim Gemüsehändler. Ebenfalls Ocker.

Es gibt keine Puddingteilchen, keinen Coffee-to-go und keine aufgeregten Studentinnen, die mir Stolz ihre hausgemachten Dinkel-Sesam-Plätzchen zeigen wollen. Nur Brötchen.

Zwischen Grabbelbackshops und ostentativen Bio-Backerlebnisräumen ist der Kampf um aufrichtige Backwaren noch nicht verloren!

08.12.2017

Ich höre deutsche Schlager. Klassiker wie Stop! Im Namen der Liebe! und Sie erblicken mich rollend, sie hegen GrollDa schickt mir Robert ein Bild vom “sexiest yorrick alive”.