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[fach]blog [für [m[einen]] [all]tag]

22.07.2018

Das, worüber wir nicht reden wollen, obwohl ich es gerne würde, aber fürchte, weil es eigentlich nichts zu sagen gäbe, als ein: Halt mich fest, damit wir wenigstens die Illusion von festem Grund aufrechterhalten können“. Es ist nicht nur die Tagesform, denn das Kleine, das Ruhige und das Konzentrierte im Takt und Ton der brüllenden Stroboskopgedanken zieht mich viel mehr aus, als ich es nackt auf der Bühne tanzend jemals sein könnte. Scheinwerfer leuchten nur bis zum Vorhang. Stattdessen also Kuchen und ein Sauerkraut Concept Store – Ferment Your Soul! Willst du? (Nicht reden. Mit mir sein. Auch wenn es schwer vorzustellen ist, warum man das wollen würde.)

21.07.2018

Hello, and welcome to the “Bureau of Intimacy”. To complete this task, you need to prove your emotional and material affection for your digital device. Please take out your phone, so that I can tape it to your arm.

Congratulations, you have completed this task. Please hold out your arm, so that I can draw the sign of completion on it.

There are five more tasks remaining before you can claim for the free coupon to die metaphorically. Thank you for participating. Goodbye.

20.07.2018

Kapila sagt:

Ein Videolehrer sieht nicht deine Sehnen.

Also doch wieder eine Frage der Ko-Präsenz. Nur mit halber Resonanz. Klingend, sogar mitschwingend, aber ohne Plancksches Wirkungsquantum.

19.09.2018

Die Frage:
Was ist Resonanz?

Die eigentliche Frage:
Was müssen wir zum Semesterende abgeben?

Die eigentliche Frage:
Welche auf die Verortung von Körperlichkeit bezogenen Präsenzeffekte fallen bei Beschreibungen von positiven, digitalen und sozialen Erlebnissen auf?

Die eigentliche Frage: 
Wie inszeniert/konstruiert man (digitale) Räume, in denen Resonanzerlebnisse wahrscheinlicher werden.

Die eigentliche Frage:
Was sind ästhetische Strategien zur Erzeugung mediatisierter Unmittelbarkeit?

Die eigentliche Frage:
Wie begegnen wir der Zukunft?

18.07.2018

Gedanke 1: Lärm ist nicht gewollter Schall. Er ist immer negativ. Damit ist er das genaue Gegenteil von Stille. Aber ab hier nuschelt die Sprache. Schall ist an sich zwar eine objektive Größe, die Beurteilung der Schallereignisse ist aber immer subjektiv. Es gibt genau so eine messbare akustische Umweltverschmutzung und Gefährdung von Ökosystemen durch Schall, wie das man sagen kann, dass Lärm nur im Kopf entsteht. Nur können wir den Tieren und Pflanzen nicht beibringen die Stille in sich zu finden.

Gedanke 2: Zum Semesterende hilft nur noch ein produktiv, nihilistischer Pragmatismus, der sich selber seine Unzulänglichkeiten verzeiht, ostentativ das absurde und schöne betont und dabei immer das Funkeln am Horizont im Auge behält. Und Schokoladeneis natürlich.

17.07.2018

Schleifenstrukturen. Als Aushang vor den Räumen des Fachbereichs Gestaltung des bewegten Bildes und im Kopf.

16.07.2018

Ausgebrannt, wie nach einer langen Nacht, nur mit Pfannkuchen, Melone und Käse anstelle kleiner, bunter Pillen notiere ich zynisch-naiv, die Flucht verherrlichend in das schwarze Buch mit den Stickern:

Ich sein kann so quälend sein, denn ich will alles auf dich werfen. Auf uns. Grund und Lösung für mein Leiden. Für mein Lachen. Dann brauch ich das Ich nicht mehr. Grund und Lösung und kein Ich.

Aber warum kann ich denn nicht einfach mal nur erschöpft sein? Warum muss es immer gleich so existentiell werden?