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[fach]blog [für [m[einen]] [all]tag]

11.08.2017

d14: Offizielle-Kunst(?)

Friedrichsplatz
Königsplatz
Presse und Informationszentrum
Torwache
Karlsaue

10.08.2017

Von Neukölln (Sommer) zum Hauptbahnhof (Spätsommer) nach Hannover (Früherbst) nach Kassel-Wilhelmshöhe (Herbst) nach Harleshausen (Spätherbst). Mit dem Regen nehmen auch die architektonische Abfälligkeiten zu und die sozialen Abgrenzungshecken wachsen. Es wäre vernünftig schön allen Neid und alle Ängste mit den Fragen, die ich nicht beantworten will oder kann im Ofen zu verfeuern oder gleich in der Innenstadt auszustellen. Ja, das gehört zur documenta. Ganz richtig, Kapitalismus-/Globalisierungskritik. Die Fluchtbiografie des Künstlers.

Existenzielle Fragen: Warum sehen die eingelagerten Bettbezüge mittelständischer Familien im Licht einer Raufaserschräge eigentlich alle gleich aus? Ab wie vielen Waschgängen fühlt sich Stoff so an? Und die eigentliche Frage: Was will uns die Geschichte vom Waschbären sagen, der zum Islam konvertierte? (Außer: Ich habe die Wette gewonnen!) Um zu konvertieren muss man doch schon an etwas glauben. Matthäus 25:35 gilt wohl nicht für Waschbären.

09.08.2017

Ich lese. Vor:

[…], das lange Haar – ich erinnere junge Leute daran, daß vor dreißig Jahren außer ein paar Dutzend russischer Studentinnen jede Frau Europas ihr Haar bis zu den Hüften entrollen konnte – von einer täglich berufenen Friseuse mit einer Legion von Haarnadeln, Spangen und Kämmen unter Zuhilfenahme von Brennschere und Lockenwicklern gekräuselt, gelegt, gebürstet, gestrichen, getürmt werden, ehe man sie mit den Zwiebelschalen von Unterröcken, Kamisolen, Jacken und Jäckchen so lange umbaute und gewandete, bis der letzte Rest ihrer fraulichen und persönlichen Formen völlig verschwunden war. Aber dieser Unsinn hatte seinen geheimen Sinn.

Stefan Zweig: Die Welt von Gestern (1942)

08.08.2017

Liebes Tagebuch. Zum Frühstück gab es zwei Brötchen mit Käse und Marmelade, dazu Erdbeeren, Blaubeeren, eine Tasse Kaffee und einen Kuss.

07.08.2017

Ein Panther. Nur ohne Stäbe, Blicke oder glänzendes Fell.
Dafür mit Rilke im Nebensatz von Stefan Zweig.

06.08.2017

Dinge, die ich heute nicht getan habe und an die ich denken muss, während ich eine irritierende Verbundenheit zum einsamen (?) Alkoholiker (?) auf der Parkbank empfinde:

  • eine schöne passende Antwortmail schreiben
  • das Walter Benjamin Kapitel glätten
  • den Schluss konzipieren
  • gesund essen
  • im richtigen Moment die Geräte beiseitelegen und ins Bett gehen

Wenn einem die Natur nicht kommt, muss man ihr wohl nachhelfen. Die Listen, die ich nicht geschrieben habe.

05.08.2017

Mit Stempel im Außenbereich und alle gucken falsch.