Als Jugendlicher habe ich kleine Figuren von genveränderten Superkriegern und Monstern aus den Tiefen des Alls bemalt, aber die Geschichte dahinter war mir eigentlich zu düster und brutal. Horrorfilme habe ich nie verstanden. Und auch nicht, wie meine Mutter zur Entspannung Krimis lesen konnte; und dazu noch welche, von denen sie selber zugab, dass sie literarisch nicht viel taugten.
Horrorfilme mag ich immer noch nicht, aber mittlerweile hat das überzeichnete Grauen von Warhammer 40k etwas Entlastendes. Vielleicht, weil in der Welt immer sichtbarer wird, was in diesen Geschichten an Autoritarismus, Militarismus und ideologischem Wahn ins Extrem getrieben wird. Heute muss ich mit der Auswahl der Bücher auf meinem Nachttisch auch niemandem mehr etwas vormachen. Auch mir nicht. Noch zwei Seiten Weltraumschlacht, aber dann Licht aus.