Wir können nichts tun.Wir können genau so weitermachen, weiterreden und weiterlernen.Wir können nichts tun.Wir können zuhören, ihr einen schönen Urlaub machen
jeden Tag etwas aufschreiben
Ein Dessert in der Bahn verändert die Situation. Komplett. Überraschend. Und zum Warmen.
Aus dem Bericht ans Hauptquartier:
Dem Tag wurden zwei (Gruppen-)Projektideen abgekämpft. Ein Deep Web Deep Fake Fake Service und ein Stille-Führer. Außerdem wurden mehrere Termine gemacht und dafür nach mehreren Wochen Abstinenz eine Tafel Schokolade und ein großer Kaffee im Pappbecher verfeuert. Es gab keine Gefallenen, nur Verwundete. Als Kollateralschäden werden ein vergessener Thermosbecher und feuchte Augen durch Kurznachrichtenquerfeuer geführt.
Ok, ich bin der von Naturromantik gerührte, so eine Mischung aus Mr. Darcy und einem Dandy der Jahrhundertwende, und du so ein osteuropäische Kommunistin mit Killerinstinkt und einem Herz für Tiere und wir treffen uns in einem Neuköllner Café mit französischen Back- und japanischen Schreibwaren und du erzählst mit vom Klassenkampf und ich gucke ganz entsetzt und verliebt. Abgemacht?
Ihre Schwester und ihr neuer Freund sitzen bei uns auf dem Sofa und ärgern sich gegenseitig abwechselnd. Ich finde das ganz schrecklich und bewundernswert zugleich. So sicher muss man erstmal sein, um nichts davon persönlich zu nehmen. Ich kann das nicht so. L. bestätigt mir das. Ich nehme es (als) persönlich(e Herausforderung an).
Schlechtes Gewissen, weil ich das Postproduktionswochenende verpasse und schon nach einer Stunde bei der Demo zurück an den Schreibtisch gehe. Dabei tut der Splitter im Fuß gar nicht so weh, wie ich versuche den fremden Menschen zurück auf dem Weg zum Bahnhof im Gesicht zu spiegeln.
Das Geheimnis meiner Kürbisgnocchi? Mitbewohner, die das rollen, gabeln und kochen übernehmen, während man selber erschöpft auf dem Küchenboden liegt und erleichtert flucht nicht schon gestern auf die Idee gekommen zu sein.