Die erste Bescherung. Weil im Survivalfernsehen die Teilnehmer alle am Fische fangen scheitern, gibt es Lachs. Filets aus dem Supermarkt. Immerhin mit zehn Minuten Fußweg und mehreren Stockwerken Treppe verbunden, also auch nicht ganz ohne Aufwand. Aber nach drei Tagen ohne Nahrung wären auch verbrannte Fischstäbchen ein Festmahl. Nach dem Essen schauen wir noch eine Folge. Wieder kein Fisch. Dabei hätten noch welchen übrig. Ein Resteteller für die YouTuber.
18.12.2023
Ölgemälde aus dem Augenwinkel beim Joggen: Frau an Ampel mit Monstera im Arm. Die Blätter müssen möglichst groß sein, aber mit Löchern, damit sie bloß nicht als Fallschirm taugen, falls der Boden nachgibt.
17.12.2023
Am besten kann ich über Geschenke nachdenken, wenn sich meine Begleitung auf dem Weihnachtsmarkt an einem Stand nicht entscheiden kann und ich von der Beratungsphase in die „Wenn du mich suchst, ich bin da drüben“-Phase übergegangen bin. Produktive Zerstreuung. Beschäftigungskonsum aus der geschäftigen Langeweile gepresst.
16.12.2023
Nicht darüber nachdenken, was für den Preis der Weine möglich gewesen wäre, sondern genießen, dass ich sie nicht bezahlt habe.
15.12.2023
Die große Frage des zeitgenössischen Theaters: Maske oder Mandeln
Die Antwort: 100 g (klassisch) für 4,99 € auf dem Weihnachtsmarkt vor dem falschen Schloss gekauft, aber nur für das Foyer und bevor die Vorstellung mit einer halben Stunde Verspätung endlich losgeht.
14.12.2023
Durchrechnen, ob sich das mit dem Sportabo weiterhin lohnt, jetzt, wo ich vom Jahres- in ein Monatsmodell wechseln könnte. Der Jahresbeitrag geteilt durch die Anzahl der Kurse im letzten Jahr im Vergleich zum Gesamtpreis von über Mehrfachkarten gebuchter Einzelstunden unter Einbeziehung großzügiger Vorhersagen zur zukünftigen Motivation und Flexibilitätsbedürfnissen. Fazit: Naja.
13.12.2023
Menschen beim Überleben in der Wildnis zuschauen, während ich auf der Couch bereits den zweiten Nachtisch esse. Im Gegensatz zu mir könnten sie jederzeit aufhören. Wenn ich den Notknopf drücke, kommt kein Hubschrauber, sondern im besten Fall Rohkost.