Ganz fest/halten:
- Nachträgliche Geburtstagsumarmungen.
- Mittagspause unter dem Sonnensegel.
- Freihändig in den Abend fahren.
- „Ich will gar kein Video von der Choreografie, nur von deinen Moves zwischendurch.“
jeden Tag etwas aufschreiben
Ganz fest/halten:
Leben, Wohnen, Mieten, Kaufen
Was lohnt sich aufzuschieben
Welche Kompromisse rechnen sich (auch innerlich)
Was lieber jetzt angehen und was noch ein paar Kreise drehen lassen
mit den Gedanken und Fragen
auf der Decke
auf der Wiese
im Park
Ein Aperol Spritz wird mir in den ofengeheizten Badezuber gereicht, da kommt mein Kopf gerade erst auf dem Saunafestival an. Das Sonnenbad und der erste Aufguss holen mit dem Alkohol auf. Mein Kreislauf protestiert und als ich mich an der Sitzfläche festhalten will, finden meine Hände im heißen Wasser eine kleine Plastikgießkanne mit Eiern darin. Zwei Kinder erklären mir währenddessen ihre Lieblingspokemon. Am Strand singt ein Chor.
Gewaltmarsch in Barfußschuhen. Das Familienmotto ist weiterlaufen.
Oh, wie lecker ist Panama. Nur die drei, nicht die vier Gänge und ohne Weinbegleitung. Der kleine Tiger und der kleine Bär sind bescheidene Leute.
Es gibt die Menschen, die zurückmauzen, wenn sie einer Katze im Hof begegnen und es gibt die, die mit einer gut aufgehobenen Beichte die Stimmung drücken, wenn alles zu leicht werden droht, aber es sind dieselben.
Ich sitze in Barfußschuhen im Prenzlauer Berg und esse rohen Fenchel. Vor meinem Fenster werden sehr teure Kinderwägen die Straße rauf und runter geschoben und der Laden gegenüber öffnet gerade erst. In der Mittagspause werde ich zu einer kleinen Rösterei gehen, um Kaffeebohnen zu kaufen, die in unserer Espresso-Handhebelmaschine besonders gut schmecken. Aber vorher checke ich noch einmal die aktuellen Abrufzahlen und die Podcast-Charts. Es wäre sehr einfach sich über all dies lustig zu machen, aber das brauche ich gar nicht. Die Möglichkeit reicht.