Flow = Theorie + Technik + Ästhetik
18.06.2018
Handy (Bildschirm mit Macke)
Kopfhörer (Kabel mit Macke)
Seehofer (Macker mir Macke)
Laufschuhe (zu alt)
Fahrrad (zu klein)
Selbstwertgefühl beim Vortrag über Küchenkonzeptkunst und die europäische Kochavantgarde „am Beispiel des Gänseleberproblems“ im Bühnenbild aus Beraterinnenerzählungen, Budgetgefühlen und der Verwirrung darüber, wann Belehrung weh tut und wann sie für den Wunsch nach der Erfahrung und dem neuen gemeinsamen Horizont überwunden werden muss (angekratzt)
17.06.2018
Dienstbare Geister (2017)
Zwischen der ersten Enttäuschung (es ist nur eine Vorführung, keine Aufführung) und der unnötigen Schlussrunde (jetzt darf jeder noch mal ein Statement abgeben, damit das jetzt bloß nicht für sich steht) entfaltet sich ein berührendes und schlau gebautes Hörspiel mit Gegenwartsbezug und Geschichtsbewusstsein, das aufgrund seiner Form (über 100 Minuten, zwei Teile, mehrsprachig mit Übertiteln) leider nie das Feuilleton verlassen wird. Und kein Wunder, dass bei der Veranstaltung der Altersdurchschnitt über 50 liegt. Zwei Stunden gucken, ohne etwas zu sehen? Wie soll man das als unruhiges Digitalkind denn aushalten? Gebt uns wenigstens einen wabernden Bildschirmschoner!
16.06.2018
Im Hof der Kunst-Werke Berlin sitzen Kunst-Menschen mit ihren Kindern (keine Kunst aber trotzdem ausgestellt) im Halbschatten und trinken Aperol Spritz. Ich fühle mich fehl am Platz, aber wenigsten steht niemand im Weg. Trotzdem: Kunst.
Auf dem Neubaubalkon einer Einweihungsparty stehen schwarz-weiß gekleidete Szenemenschen, erzählen Szenegeschichten und bemühen sich, dass kein Sekt auf die Koksteller tropft. Ich fühle mich fehl am Platz und es stehen Leute im Weg. Trotzdem: Musik.
15.06.2018
Träge Melancholie totzuckern.
14.06.2018
Warum Hertha BSC zwar ein unsympathischer Verein ist, aber trotzdem ein neues Stadion bräuchte, obwohl das Olympiastadion toll ist und mir Fußball eigentlich egal ist:
Bei Bundesligaspielen geht es um die Handlungen auf dem Platz im Kontext einer Liga vor einem Publikum, das schon als Gemeinschaft das Stadion betritt. Der enge Raum muss deshalb vor allem peripher atmosphärisch präsent sein, damit eine gerichtete Gemeinsamkeit entstehen kann. Bei nationalen und internationalen Fußballspielen vergemeinschaftet sich die für diesen Anlass zusammengekommene Menge hingegen im gleichen Maße am Ereignis selbst. Der weite Raum muss sich mit seinen Körpern schmücken. Erhabenheit darf in diesem Land und an diesem Ort aber nie unkritisch in die Hände der Werber fallen.
13.06.2018
In den Gängen (2018)
Linsenbewusst frage ich mich nach der Tiefe und der Schärfe. Vielleicht aber auch nur, um schlau zu wirken. Der Trailer hat einen falschen Eindruck erweckt. Es geht nicht so sehr um die beiden, als viel mehr um Küchen und Erinnerungen durch die man blind trampelt. Aus Angst vor dem Unbekannten und weil nach unten treten immer einfacher ist, als stumm zuzuhören. Tut mir leid.