20.01.2021

Kopfschmerzkrieger an der Schmerzmittelgrenze. Nicht aus Qual, sondern weil es nervt, dass das Kopfchaos jetzt auch noch getrübt ist. Ok, vielleicht also eher Kopfschmerzbürokraten an der Beschwerdemailgrenze. Medikamentöses mit dem Finger wedeln während der Mittagsruhe.

19.01.2021

Natürlich war das mit dem Flow etwas gelogen. Zumindest war damit keine Arbeit gemeint. Eigentlich war ich nach den Nachrichten, den Mails und der Wäsche zurück ins Bett gegangen, um die letzten Kapitel des Romans zu lesen, aber das kann ich natürlich niemanden erzählen – Vormittags an einem Werktag. Da muss man irgendetwas tun, um seine Pause zu verdienen.

18.01.2021

Das doppelte So-Sein und das gegenseitige Zögern kürzen sich weg und es bleiben zwei Achsen und die Verantwortung für den Moment. Das Bild macht mir auch etwas Angst, muss ich gestehen. Versteh das bitte nicht falsch. Der Grund für mein Unbehagen ist der Verfremdungseffekt, der Anblick des eigenen, archaisch entstellen Körpers, die uneindeutigen Posen und schweigenden Gesichter; dazu auch noch unbemerkt fotografiert. Das Bild lädt sich beim Betrachten mit Bedeutung auf. Dieses Unheimliche hat also einen Grund, aber in dem Sinn keine Bedeutung. Aber auf einer anderen, vielleicht poetisch-romantischeren Ebene liegt da noch etwas anderes in dem Bild, was nur so nach Bedeutung brüllt, aber sich nicht ebenso erklären oder entschlüsseln lässt. Ich kann es selber nur auf Umwegen zum Ausdruck bringen. Dieser Überschusssinn fasziniert und beunruhigt mich. Dieses Foto behauptet uns zu zeigen und ein Abbild der Wirklichkeit zu sein, und trotzdem kann ich es nicht verstehen, sondern nur erleben. Das macht mich nachdenklich und melancholisch; ich bin von seiner Macht eingeschüchtert, nicht von uns.

17.01.2021

Ländereien verpflichten. Wenn es die falsche Jahreszeit für Schafherde und Aufsitzrasenmäher ist, dann wenigstens doch mit Laubharke und Kehrbesen im Sonntag rumstocher. Es könnte ja doch noch ein nasser Frost kommen und dann ist jeder Dreck in den Fugen Beihilfe zum Mord.

16.01.2021

Eine Stunde Joggen
Eine Stunde Fahrrad fahren
Zwei Stunden Bodypainting

15.01.2021

Die küchenpsychologische Erkundung des zur beliebten Anekdote gewordenen und selbstverstärkenden Traumas von Gerichten bei denen sich jeder das so zusammenstellen kann, wie sie mag.

14.01.2021

Unter der Maske sieht niemand deinen Herpes und die Essensreste im Bart. Dabei müsstest du dir den eigentlich abrasieren, damit die FFP2-Maske regelkonform sitzt. Musste Hitler nicht seinen großen Kaiserschnauzer stutzen, damit er im Ersten Weltkrieg unter die Gasmaske passte? Die Geschichte wiederholt sich schon zur Genüge. Nein, danke.