Natürlich könnte man die Ruhe und die betäubende Gemütlichkeit am Morgen genießen, das Prasseln des Regens im Hof und das frisch bezogene Bett, aber das Frauchen der Katze ist verreist und ich dachte immer, ich brauche viel Aufmerksamkeit.
04.10.2019
„Wenn ich es bunt, laut und wild haben will, dann muss ich da selber für sorgen. Noch privilegierter und umsorgter wird es nicht“, könnte auch ein Ruf der Freude sein, fühlt sich gerade aber eher nach einer Last an. Am Ruhepol auf den Zirkus zu warten tut beiden unrecht.
03.10.2019
Patriotische Grüße, Genossin!
02.10.2019
Drei Katzen teilen mich unter sich auf, denn in der Sharing Economy ist Eigentum eine Dienstleistung. Ein flauschiger Stupentiger aus Kanada, ein großer schwarzer Panther von der richtigen Seite des Rheins und ein hungriger Savannenstreuner, den ich aus dem Brachland mit ins Steinkrallengebirge gebracht habe. Alle drei lassen sich mit Essen besänftigen, aber um ihre mal zärtlich, mal abweisenden Launen zu verstehen, müsste ich wohl selber zum Kater werden.
01.10.2019
In Butter ertränkter Weißkohl mischt sich mit dem Geruch von Sportkleidung, frisch gewaschener Bettwäsche und Glasreiniger. Die Sesamkörner im Zahnzwischenraum erzählen vom Eifer des ersten Tages voller Vorsätze. Und während ich noch überlege, ob sich daraus irgendwie Selbstmitleid zimmern ließe und noch bevor ich die Musik lauter drehen kann, höre ich hinter einer der Zimmertüren Probleme mit Skype und das der Bruder aus der Klinik verschwunden sei und das Geld sicher für Heroin und nicht für Essen ausgeben wird.
30.09.2019
Abgeben und versuchen mit dem Momentum klar zu kommen.
29.09.2019
Damit ist es bewiesen: Sie muss mich für einen bedauernswerten aber liebevollen Idioten halten. Einen, der weder in der Lage ist Kommas zu setzen, noch strukturiert genug Denken und Arbeiten kann, um eine wissenschaftliche Arbeit anstelle dieses schwurbeligen Essays zu verfassen, mit dem niemanden geholfen ist und mit dem ich an jeder anderen Universität durchfallen würde. Ein Idiot der Arbeit macht, aber der scheinbar oft genug unter seinem Narzissmuspanzer hervorgekrochen kommt, damit er ein schlechtes Gewissen hervorruft. Das muss es sein. Es kann keine andere Erklärung geben.