16.05.2017

After you exited the vampire castle, you died got drunk:

[] Mein Job ist Magier, ich mache Voodoo, machmal bin ich irre und tanze alle paar Wochen mit meinen Dämonen auf Twitter besoffen ums Feuer. Ich spiele mit Sachen, versuche Perlen aus der Kloake zu ziehen, die man vorher noch nie gesehen hat und dann entwerfe ich komische Gedanken dazu, die allermeisten Bullshit, aber manchmal ist ein Volltreffer dabei. Dann mache ich Feierabend und ziehe mit meinen Kumpels vom Spätie ’nen fetten Joint durch. Mein Job ist es, in Zungen zu reden. Ich bin Deejay, meine Platten sind Wissenschaften, Tech und Kunst, ich kann damit irre Sachen anstellen, wenn ich in Form bin. Mein Job ist Tänzer, ich hab ganze Massen mit Moves angesteckt und zwar mehrfach, nicht nur online. []

But what should we do then? Those who remain.

15.05.2017

Hallo, ich bin hier jetzt sechs Wochen der Praktikant und ich hätte da eine App Idee, die ich gerne vorstellen würde. Es geht um zeitgemäßes Beziehungsmanagment und die effiziente Gestaltung von Fernbeziehungen im digitalen Zeitalter. Die App hätte eine Reihe von praktischen Erinnerungsfunktionen und romantischen Features. Zum Beispiel würde sie das Handy vibrieren lassen, wenn man beim Telefonat in der gleichen Tonhöhe summt.  Die Grundversion wäre kostenlos, man bezahlt also erst ab der zweiten Beziehung. Richtig lukrativ wird es dann, wenn wir für zusätzliche Partnerslots als In-App Käufe anbieten. Polyamorie ist im Trend.

14.05.2017

Findus und Rasputin.
(Zwei Bären, zwei Kater und zwei Frauen.)

13.05.2017

Sich zwingen nichts zu .. Oh, verdammt.

12.05.2017

Ich schreibe:

[…] Möglichkeitsräume für audiozentriertes Erzählen unter Netzbedingungen, als Teil einer neuen Verbal- und Bildkultur, jenseits von reinen Verwertungsinteressen, zu entwickeln […] als Kunstschaffender die medialen Bedingungen ästhetisch ausreizen und durch sie politisch wirksam machen […] reines Schaffen für den Elfenbeinturm oder den  grünen Hügel als Vergehen an der Verantwortung gegenüber unserer Gegenwart […]

, aber eigentlich ist es ein Tinder Abend.
Früher wischte man, glaube ich, durchs Fernsehprogramm. Verrückt.

11.05.2017

Und dann?

10.05.2017

Ein Marketinggroupie beschwert sich, dass in deutschen Podcasts nicht genügend Werbung geschaltet wird und das nicht genügend Geld in Bewegung ist, und er sich so keinen weiteren Titel auf seine Visitenkarte drucken kann. Als Zaungast auf den Rängen, mit erschlichenen gewonnenen Ticket und ohne Selbstdarstellungsskills und Umsatz ist meine Meinung dazu egal. Ich bin (k)ein Teil von euch und froh darüber.

Im Hintergrund (also zwei Meter vor mir auf der Bühne) singen Judith Holofernes und Großstadtgeflüster von Dingen und Sachen, während neben mir plötzlich das bessere Rollenmodell steht und noch bevor ich mich über den Größenunterschied wundern kann, tippen Felix, Erich und James an meine Schulter: „Liebe entsteht aus der Dankbarkeit für die Andersartigkeit der Anderen. Wir können nicht verschmelzen und das ist hart.“ – Da hilft auch die digitale Revolution nicht.