23.05.2017

„Ein Bettnetz kostet nur 5 Euro und schützt zwei Menschen. Wer 50.000 Euro spendet, kann also 20.000 Menschen vor Malaria schützen – das sind mehrere Dörfer! Entscheiden wir uns jedoch gegen die Spende, dann entscheiden wir uns faktisch dafür, diese Menschen den Malariamücken auszuliefern.“

Die Rechnung stimmt so nicht. (Und damit meine ich nicht nur den Mengenrabatt. Moskitonetze müssen beschafft, transportiert und verteilt werden. Menschen müssen dazu gebracht werden unter den Netzen zu schlafen. Und selbst wenn man mit lokalen Akteuren zusammenarbeitet, gibt es noch eine ganze Reihe anderer materieller und menschlicher Löcher, die gestopft werden müssen.) Ethik teilt durch das Ich.

Ich entscheide mich nicht für das Leid, sondern für die entschiedene Unmündigkeit im Gewand der Bequemlichkeit. „Im Prinzip richtig“, schreibt die New York Times, aber funktioniert so effektive Kritik?

Es geht um das Maß der Befragung meiner Position als Teil eines Wir. Jedem sein eigener Gott, aber verkaufe mir nicht deinen. (ES LEBE DIE AUFKLÄRUNG! Aber nicht zu hoch. Überall niedrige Decken.) Solange ich kein Geld habe interessiert mich das extra nicht.

 „Empathie öffnet den Geist für das Leiden, Mathematik hält ihn dauerhaft offen.“

Warum dachten wir eigentlich, dass sich das trennen ließ?

22.05.2017

Die Top 2 Dinge, die dich traurig machen (wenn du aus den 90ern bist)

  1. Klickfallenlisten für den öffentlich-rechtlichten Kulturrundfunk verbreiten
  2. Lob dafür bekommen

21.05.2017

„Hat er dich gesehen?“ – „Ich glaube nicht.“ – „Hätte er dich erkannt?“ – „Wer weiß.“

20.05.2017

„Mit dem Jackett siehst du entweder aus als hättest du modisch irgendwas versucht und daran gescheitert, oder einfach nur ein bisschen verwahrlost.“

„Ok. Diese Aussage ist lustig aber fühlt sich nicht gut an.
Kitzelst du mich durch?“

19.05.2017

Hakenkreuz am Himmel.

18.05.2017

Wenn einen die Kanzlerin durch eine 32-jährige Frau mit Migrationshintergrund ersetzen will, dann steht ihr das natürlich frei zu tun. (Aber ein unterlassener Händedruck ist natürlich nicht repräsentativ für ein vierstündiges Gespräch und am Ende des Tages braucht es doch das Volontariat, außer man kann Mitte der 90er HTML. )

17.05.2017

Die Klimaanlage streikt. 15 Beschäftigte und dicke Luft zwischen den Ornamenten des kleinen Bruders der Säule der Wahrhaftigkeit. Die Fenster sind weit geöffnet. Man sieht Andrea Nahles und die Programmdirektion vorbeiflattern.