elchgeweih.de

[fach]blog [für [m[einen]] [all]tag]

24.12.2018

Zu fett zum Tippen, Teil 1

23.12.2018

Angewandte Vererbungslehre am lebendigen Exempel.

22.12.2018

Ein Weihnachtsintercity am (sehr) frühen Morgen. Im Waggon nur verschlafene Super-Sparpreise. (Kein Umtausch. Keine Rückerstattung. Kein City-Ticket. Mit Zugbindung.)

  • Zwei Hunde mit Platzanspruch. (Ein Husky und ein Mops.)
  • Ein passiv-aggressives Gamer-Pärchen. (Im Real-Live voneinander enttäuscht.)
  • Eine überforderte Patchworkfamilie. (Halstattoo und die Diskussion, dass es Heiligabend auf jeden Fall dazu Pommes geben muss. Wozu ist nicht klar.)
  • Ein Renter mit genügend Verpflegung für alle Mitreisenden. (Drei belegte Brötchen. Eine Thermoskanne Tee. Ein kleiner Eimer Tomaten. Eine Packung Leibniz Kekse. Eine Nussmischung. Eine Flasche Orangensaft. Zwei Packungen Scheiblettenkäse. Und eine Packung Snacksalamis.
  • Eine unbestimmte Anzahl verkaterter Hipster auf dem Weg in die Provinz. (Wie hoch wird die Tennissocke von Mutter toleriert?)
  • Und ich. (Acrylfarbe an den Fingern und Augenringe.)

21.12.2018

Basteln und zuhören: Podcasts, mir, ihr und dem, was ich wohl mal gesagt habe, aber an das ich mich nicht erinnern kann oder erinnern will, sind jetzt ja auch schon ein paar Jahre.

20.12.2018

Nach einem Jahr in der Wohnung war ich das erste Mal beim Italiener vor der Haustüre und natürlich hatte ich etwas verpasst. Die in Balsamico gekochten Zwiebeln auf den Rindermedaillons zum Beispiel. Und das Gefühl mehr als fünfzig Euro für einen Restaurantbesuch auszugeben. Für zwei. Was dann doch wieder nicht so viel ist, aber trotzdem unbekanntes Terrain. Kein BAföG Territorium. Doch der Anlass heiligt die Mittel und das wohlige Grinsen beim Aufstieg zum Nachtisch gibt recht: Alles richtig gemacht.

19.12.2018

Und plötzlich steht sie im Raum, die Systemfrage. Ob man überhaupt unter diesen Bedingungen, und ob es überhaupt möglich ist von innerhalb, und ab wann Gewalt angewendet werden muss. Gegen den Kapitalismus und die Faschisten und Politiker. Die da.

Die Frage sei, wie weit es sich überhaupt lohne mit den Mitteln des Systems, ob es nicht besser wäre erst im eigenen Leben, dafür brauche es dann aber ganz neue Arten von Schulen. Die internalisieren ja doch auch nur kapitalistische Zwänge. Achtsamkeitsmaximierung und Grundeinkommen sind doch auch nur Taktiken der Ausbeutung. Von denen.

Also sie fände ja das eh alle Menschen irgendwie verbunden sind und so Dämmrichtlinien seien ja schön und gut, aber es wäre doch viel effektiver, wenn einfach jeder sich nur darauf konzentriert was er konsumiert und macht und irgendwann würden die dann ja darauf reagieren und dazu gehöre ja auch ein echteres, natürlicheres Verhältnis zur Natur und darum gehe sie jetzt mehrmals pro Monat in den Wald, weil es ja eh keine Wahrheiten gibt und gibt es noch Glühwein?

18.12.2018

Mein Impuls wäre fast immer Dagegenzuhalten und auf das zu Positive pochen. Zu versuchen die Komik zu finden oder zumindest den Weg nach vorne. Stärke und Zuversicht zum Abschneiden, gerade wenn sie unerreichbar scheint. Aber manchmal ist Konstruktivität fehl am Platz, dann geht es nur darum da zu sein. Gemeinsam etwas auszuhalten. Oder um ehrliche Anteilnahme. Gut gemeint ist eben nicht immer auch hilfreich. Aber wie erkennt spürt man, wann welches Verhalten das richtige ist?