Letzter Punkt im Terminkalender: „An den See fahren und die nassen Haare so hin und her schütteln, dass sich die Leute auf der Wiese aufsehen, ob es zu regnen beginnt.“ Und was soll ich sagen, wer sich die ehrgeizigen Ziele im Nachhinein setzt, kann sie auch erreichen!
12.07.2021
Die spannenden Textversatzstücke finden mal wieder woanders statt, in Chats und handschriftlichen Rehamaßnahmen. Tja. Aber ich habe morgen einen Witz gehört, den könnte ich doch aufschreiben, wenn ich diesen Eintrag nachtrage, der geht so: „Wollt ihr einen Witz über deutsche Baustellen hören? … Ist noch nicht fertig.“
Ich gebe zu es ist kein besonders guter Witz, aber er ist mir in Erinnerung geblieben und das ist etwas Außergewöhnliches. Heute wurde in einem Podcast behauptet, dass man etwas siebenmal wiederholen muss, bevor es ins Mittelkurzgedächntis übergeht, ob diese Wiederholung bewusst stattfinden muss wurde aber nicht erwähnt. Es könnte also sein, dass ich die Sache mit der Baustelle gelesen und dann immer wieder für mich wiederholt habe, ohne das ich es selber mitbekommen habe. Faszinierend und trotzdem Schade um die Energie, die dafür verschwendet wurde, aber davon will ich gar nicht erst anfangen, dann denke ich nämlich gleich an den Server, der notwendig ist um das alles weiterzuverbreiten, an das Geld, das ich ausgebe und Kraftwerke, die feuern, damit das hier aufgeschrieben und ausgeliefert werden kann und dann noch nicht mal am Tag der darüber steht, sondern heimlich am nächsten Tag untergeschoben. Wie gesagt, die spannenden Textversatzstücke finden heute woanders statt.
11.07.2021
Während noch in der Küche gewerkelt und begrüßt wird, esse ich auf dem Balkon schonmal heimlich das erste Brötchen. Wenn einmal eine Sammlung meiner geistreichsten Sinn- und Kalendersprüche erscheinen sollte darf dieser nicht fehlen:
Gehe niemals hungrig zu einer Essenseinladung, sondern mit Appetit; ganz besonders wenn es sich um eine Einladung zum Frühstück – oder noch gefährlicher – zum Brunch handelt.
In der Druckfassung reimt sich das dann vielleicht auch und vielleicht füge ich auch noch eine Fußnote hinzu:
Die gute Laune am Nachmittag gab ihm Recht.
10.07.2021
„Ich habe zwar jetzt gleich Zeit, aber lass uns lieber erst in ein, zwei Stunden treffen, ich will noch eine Weile auf dem Bett liegen und nichts tun.“, aber als Entschuldigung, Sprachfehler, Treppenwitz, Glücksmoment, Kriegserklärung, Geheimniskrämerei, Zaubershow, Selbstermächtigung, Entblößung, Trash-TV, Friedensvertrag, Sonnencremekuss, biografischer Einblick und französische Süßspeise.
09.07.2021
In meinem Traum führt mich abwechselnd eine Mischung aus Jan Böhmermann, Sir Patrick Stewart und der Co-Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus durch ein Theater, das auch ein Stall und eine Kirche ist. Wir holen etwas oben aus dem Fundus/Heuboden/Empore und finden es da auch, aber ich weiß nicht mehr, was es war. Darum ging es auch nicht, es wurde ja gefunden. Ich lief nur bemüht hinterher, nichts zu verpassen.
Woran ich mich erinnere:
- Als ich in den Traum platze, empfehle ich schnell ein lustiges Theaterstück, weil ich glaube, dass das bestimmt gut ankommt bei diesen Leuten, aber der Witz geht unter, denn ich soll mitkommen und im Hintergrund hört man die Titelmelodie der Show.
- Ich stoße oben, über der Bühnentechnik, zwischen Requisiten aus Pappe und rostigen Werkzeugen eins von drei pinken Kinderfahrrädern um und gehe schnell ein paar Schritte zurück, um es wieder aufzustellen. Alles ist sehr traurig, dafür habe ich aber keine Zeit und ich Frage mich in dem Moment auch, ob die kleinen Fahrräder wohl für Clowns verwendet werden.
- Am Ende des Traums sind wir unten auf der Bühne/Stall/Kirchenschiff neben einer Tür und jemand will von der Person, der ich folge, den Schlüssel für diese kleine massive Tür an der Seite, aber die Tür ist gar nicht abgeschlossen, sondern von innen blockiert, sagt sie Person, der ich folge, und die gesichtslose dritte Person beginnt energisch an der Tür zu klopfen, damit geöffnet wird.
Dann wache ich auf.
08.07.2021
Google archiviert noch nicht so lange meine Fotos für mich, wie ich hier Dinge aufschreibe, aber doch lange genug um von der „Heute vor X Jahren“ Meldung regelmäßig unsanft aus der Zeit gerissen zu werden. Ein Fahrradausflug, Basketballselfies, Fotoshooting für Werbebilder, eine Klausurtagung in Wernsdorf, das Jahr davor auch, Sehnsuchtsbilder während Bahnfahrten, Fotogeschenke, Gewichtsverlust, verzogene, verstorbene und verlorene Gesichter, verliebte Blicke, immer wieder Bilder vom „siehst du, was ich gerade sehe?“, aber deaktivieren will ich die Funktion auch nicht.
07.07.2021
Am dritten oder vierten Abend in Folge gibt es nichts mehr, auf das wir anstoßen könnten, der Sekt ist alle und die meisten sind unterwegs, aber im Kühlschrank steht noch ein offener Weißwein und im Mundwinkel sitzt noch ein Lachen, also hört der Hof heute Abend Elton John.