Draußen keine weiße Wäsche aufhängen (easy), Träume festhalten (schwieriger), 13 Wünsche aufschreiben und alle bis auf einen verbrennen, um den ich mich selber kümmern muss (KUNST!) und am Abend sagen die Tarokarten, dass ich mich hängen lassen soll, weil sich zu wehren eh nichts bringt, oder dass ich mir eine Hängematte besorgen soll, so ganz deutlich wird das nicht.
29.12.2021
Warten, dass der Rest aufholt.
28.12.2021
Möglichst cool mit dem Reisegepäck im Hauseingang lehnen, als hätte ich nicht schon seit Minuten die Straße beobachtet und nach einem Fahrradlicht gesucht.
27.12.2021
Das Busticket nach Duisburg kostet mittlerweile sechs Euro (früher waren es vier Euro fünfzig) und dauert 40 Minuten, dafür schaffe ich es damit dieses Jahr kein einziges mal Auto gefahren zu sein. It’s something.
26.12.2021
Zwei Spaziergänge, einer länger als der andere und dann verbrenne ich mir die Finger beim Anrühren von Karamell und überlege kurz, die Wunde einfach auch noch mit Schokolade zu überziehen.
25.12.2021
Der zweite Aufbruch bevor die Sonne aufgeht und ohne Frühstück in zwei Tagen. Zwei Stunden hin, Tee 1, Mittagessen, Tee 2, zwei Stunden zurück. Zweimal wegdösen im Auto, einmal auf dem Sofa. Und dann auf dem Weg ins Bett noch mal wach werden, weil es ruhig wird.
24.12.2021
Weihnachtskarten schreiben im Zug funktioniert so mäßig gut, denn es ist viel zu ruckelig für meine bemühte Handschrift, aber die junge Frau, die gegenüber von mir sitzt, beeindruckt es trotzdem ein bisschen. Ich gehe nur halbherzig auf ihre Flirtversuche ein, weil ich auf halber Strecke nach Hannover den letzten James Bond anfange. Die traurigen Szenen kommen dann erst nach ihrem Umstieg in Hamm, sonst hätte sie sich wohl auch noch in meine Tränen verliebt und die Sache wäre kompliziert geworden.