Monat: März 2017

24.03.2017

Nicolai Hartmann war ein deutscher

Die Zeit des Nationalsozialismus

Außer der Lehrtätigkeit, der nächtlichen Arbeit am Schreibtisch, den Verpflichtungen gegenüber der Akademie und Philosophischer Gesellschaft kannte Hartmann nach 1933 nur noch die Entspannung, die Fernrohr und Kammermusik, Familie und Semesterbräute

Mächtig vom erotischen Drang geplagt, dabei sehnsüchtig nach Seelenverschmelzung verlangend, ein Wunsch den er zugleich für unerfüllbar hielt, befand er sich bis ins Alter unentwegt auf Jagd nach frisch aufblühender Liebe seites immer neuer weiblicher Wesen, die er seine „Sommerbräute“ oder auch „Semesterbräute“ nannte.

ihm boten. Er hatte aber auch vorher kaum etwas anderes gekannt.

scheint Hartmann weitgehend unberührt von und gegenüber den Machthabern verbracht zu haben.

Philosoph und Professor für Philosophie.

23.03.2017

wenn es bilder schüttet
wenn jedes man ein du ist, weil es wir  nur als menge aus ich gibt
wenn jedes tun sich an dir und nur deinetwegen in dir bricht
dann ist jedes bild eine lücke
ein fleck

 

 

 

22.03.2017

Seit heute habe ich einen Ohrring. Warum weiß ich noch nicht, das muss ich mir noch überlegen, aber dadurch bin ich jetzt Pirat. Darum glaube ich auch, dass das Äffchen auf meiner Schulter vielleicht ein Halstuch trägt. Warum es da sitzt, ist etwas kompliziert. Es hat etwas mit Persönlichkeitsabspaltungen zu tun. Dr. Freud hat versucht es mir zu erklären, aber mein wienerisch ist schlecht und der hat dabei in die Zigarre genuschelt und sehr tot war er auch. Das braun-gelbe Äffchen hat ein rotes Halstuch mit schwarzen Punkten. Und mit seinem langen Schwanz stibitzt es für mich Sesamringe.

Ich bin aber auch Detektiv. Bei Sonne Pirat und bei Regen Detektiv.  Das ist vor allem eine Frage des Stils und der angemessenen Kleidung. Wenn Detektive müde sind, setzen sie sich in ihre Ohrensessel und googeln nach den Lösungen für ihre Fälle. Also.

21.03.2017

„Ich bin bereit, leben zu retten“ schreibt die DKMS, und das stimmt, aber beantwortet meine Frage nicht. („Sünde?“ – „Nein, es ist doch Lutherjahr!“) Dafür singen sie auf der Bühne was von „Menschen, Menschen, Menschen“ und irgendwas mit an den Händen halten und weißen Fahnen, aber das versteh ich auch nicht und höre dann extra weg.

20.03.2017

Annie, Beatrice, Julia und du, von der ich nur weiß, dass du nicht das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge bist und auch nie wirklich sein wolltest.

„- how alive they are! They have their whole lives before them; but also they are dead (today) , they are then already dead (yesterday) . At the limit, there is no need to represent a body in order for me to experience this vertigo of time defeated.“ 

Ich erwische meinen Blick, ganz ungefragt und männlich*, auf eure seit hundert Jahre verrotteten Körper und erinnere mich.

„To photograph people is to violate them, by seeing them as they never see themselves, by having knowledge of them that they can never have; it turns people into objects that can be symbolically possessed. Just as a camera is a sublimation of the gun, to photograph someone is a subliminal murder – a soft murder, appropriate to a sad, frightened time.“ 

*Haunting.

19.03.2017

Zwei Jahre Drei Jahre Seit der Trennung Seit du mich verlassen hast Schon lange keine Lust mehr auf Zirkus, sondern auf Frühling. (Obwohl beide bunt sind erkennt die geschulte Nase den Unterschied!) Alles ohne Erwartungen, versteht sich, denn Wettervorhersagen von mehr als drei Tagen sind Teesatzleserei und geht ja auch nicht um die Wörter, sondern um die Präsenz des Abwesenden in der Störung, im Stocken.

18.03.2017

Kein Spamfilter, sondern ein Hammer der den Nagel trifft.
Mutig da ein Bild hinzuhängen, aber (wie so oft) die richtige Entscheidung.